Vor Santorin soll es laut werden

Schützen wir Schnabelwale, Pottwale und Mittelmeer-Mönchsrobben in der Ägäis: die US-Regierung darf Unterwasserlärm nicht billigen

Die Dokumente für eine öffentliche Konsultation zum Vorhaben seismischer Hochenergie-Untersuchungen im östlichen Mittelmeer im November und Dezember dieses Jahres wurden nun vom Lamont-Doherty Earth Observatory und der US National Science Foundation veröffentlicht. Im Rahmen dieser Konsultation wird unsere Eingabe in den Entscheidungsprozess der US-Regierung einfliessen. Tiffini Brookens von den National Marine Fisheries Services (NMFS) wird aufgrund der eingegangenen Statements eine wegweisende Empfehlung an die Behörden abgeben.
 
Die seismische Untersuchung soll sowohl in griechischen Hoheitsgewässern als auch in angrenzenden Bereichen der zentralen Ägäis rund um die Insel Santorin stattfinden. Die Dokumente räumen ein, dass eine erhebliche Zahl an Arten betroffen wäre.
 
Dieses Vorhaben bedroht die in Anhang I der Bonner Konvention (CMS) gelisteten Pottwale, Cuvier-Schnabelwale und Mittelmeer-Mönchsrobben. Letztere sind die am stärksten gefährdete Meeressäuger-Art in Europa. Zwei weitere internationale Übereinkommen haben den betroffenen Bereich als sensibles und wichtiges Gebiet für Meeresarten festgelegt: das Übereinkommen zum Schutz der Wale des Schwarzen Meeres, des Mittelmeeres und der angrenzenden Atlantischen Zonen (ACCOBAMS) sowie die Biodiversitätskonvention (CBD), die das Gebiet zu den ökologisch oder biologisch bedeutsamen Meeresgebieten zählt.
 
Das Vorhaben steht in direktem Widerspruch zu all diesen Schutzprioritäten.

Äußern auch Sie Ihre Bedenken gegen dieses Vorhaben
Sehr geehrte Frau Brookens,

Ich bin äusserst besorgt über das Vorhaben, im östlichen Mittelmeer im November und Dezember dieses Jahres seismische Hochenergie-Untersuchungen durchzuführen.
 
Das Gebiet ist ein wichtiger Lebensraum für die gefährdeten Cuvier-Schnabelwale, Pottwale und Mittelmeer-Mönchsrobben. Die zentrale Ägäis zählt außerdem zu den ökologisch oder biologisch bedeutsamen Meeresgebieten.
 
Diese Arten und diese Region dürfen nicht einer solchen Gefährdung ausgesetzt werden! Bitte lehnen Sie daher dieses schädliche Vorhaben ab.

Freundliche Grüsse,
 

 Bitte haltet mich über weitere Aktionen auf dem Laufenden.

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