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Feilschen um gefährdete Arten
CITES Artenschutzkonferenz in Doha, Katar
Vom 13. – 25. März 2010 findet in Katar die Konferenz des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) statt. Ein Tauziehen um Marine Arten ist zu erwarten. Für den Blauflossenthunfisch und die Eisbären ist ein internationales Handelsverbot beantragt. Acht Hai- und 31 Korallenarten sollen nur noch kontrolliert genutzt werden dürfen.
Aus wirtschaftlichen Gründen wurde der Schutz mariner Arten bisher vernachlässig. Doch aufgrund der massiv überfischten Bestände müssen die CITES Vertragstaaten im März über den Schutz von 41 Marinen Tierarten entscheiden. Für den Blauflossenthunfisch – auch Roter Thun genannt – und der vor allem in Japans Sushi Restaurants begehrt ist, hat Monaco ein absolutes Handelsverbot gefordert. Doch Japan und einige EU-Mittelmeerländer leisten erbitterten Widerstand. Die neue EU-Kommission hingegen hat nach langem Ringen ihre Zustimmung signalisiert.
Auch acht Haiarten sollen in Anhang II der CITES aufgenommen werden. Dies würde bedeuten, dass der Handel mit ihnen weltweit erfasst und auf ein nachhaltiges Mass beschränkt werden muss. Den Schutzantrag für den auch in der Schweiz als `Schillerlocke´ begehrten Dornhai sowie für den Heringshai hat Deutschland für die EU vorbereitet. Die USA und Palau werben für den Schutz diverser Hammerhaie und des Weissspitzenhochseehais. Viele der zur Diskussion stehenden Haiarten sind durch die immense Nachfrage für Haifischflossensuppe in Fernost bedroht. Für Handelsbeschränkungen von 31 Korallenarten, darunter die Rote Edelkoralle, setzen sich die USA und die EU gemeinsam ein.
Um den Eisbären den dringend notwendigen Schutz zu gewähren, haben die USA ein internationales Handelsverbot beantragt. Neben den Auswirkungen des Klimawandels ist der internationale Handel mit Fellen und Jagdtrophäen eine der grössten Gefahren für Eisbären. Alleine in Kanada werden jährlich 500-600 Eisbären getötet. Legal. Auch Grönland genehmigt den Abschuss von 130 Eisbären pro Jahr, hat aber 2008 nach massiver Kritik den Export ausgesetzt. Hauptabnehmer sind Pelzhändler in Japan sowie europäische Grosswildjäger, die bis zu 40’000 Euro für den Abschuss eines Eisbären bezahlen.
Es ist zu hoffen, dass sich die CITES Vertragsstaatenkonferenz im UNO Jahr der Biologischen Artenvielfalt dem Artenschutz und nicht den kommerziellen Interessen verschreiben wird.
OceanCare nimmt dieses Mal nicht an der CITES teil, war aber im Vorfeld der CITES mit Vertretern der Schweizer Delegation in Kontakt. Als Mitglied des Species Survival Network und durch dieses und unsere deutsche Partnerorganisation Pro Wildlife vertreten sein.
Übersicht der Anträge
Weltkarte mit den Arten im Visier
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